Im H12 Kopfsalat:
Niedrige, alte Häuser ohne Energieschirm unterliegen der Kälteeinstrahlung während der Nacht viel mehr, eben durch das fehlen dieses “Schirms”. Dadurch muss die Heizung mehr arbeiten. Die Rohre werden bis zu 32°C warm, was wärmt und andererseits auch trocknet. Das ist ein Grund, weshalb bei den alten Häusern vermehrt auf die Trockenheit der Böden geachtet werden muss, damit die Pflanze nicht das Wachstum stoppt. Die Salate wurden in Erdpresstöpfen gepflanzt, und Erdpresstöpfe, da Sie zum grössten Teil aus Torf und Kompost bestehen, besitzen die Eigenschaft, beim trocknen hart zu werden. Das Wiederanfeuchten, nach dem Hartwerden ist ja bekanntlich nicht – oder nur sehr bedingt – möglich. Deshalb muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Luft, und damit der Boden nicht zu trocken werden. (Erklärte mir Volker, Ausbildner und Betriebsleiter.) Allerdings versteh ich das nicht so ganz, da warme Luft ja angeblich eher Feuchtigkeit aufzunehmen und zu halten vermag. Werde nochmals nachfragen.
Heizrohrtemperatur in den alten Häusern während der Nacht (dunkel, geringe Lichteinstrahlung) ohne Energieschirm: 45°-47°C.
In den neueren Häusern, mit Energieschirm ausgestattet, beträgt die Heizrohrtemperatur “nur” 23°-25°C.
In der ersten Januarwoche gibt es einen Kälteeinbruch. Klirrende kälte herrscht. In der Nacht, wie während des Tages.
Momentan heizen wir nur mit Öl.
Gas momentan zu teuer.
(In der Zeitung: Unseren Österreichischen Kollegen wurde der Gashan zugedreht. Jene, die nur mir Gas heizen, sind ausgeschmissen. Der Grund ist ein Gasversorgungsengpass, dessen Ursprung ein politischer Konflikt ist, vor allem zwischen zwei grossen Gaslieferanten der EU, Russland und der Ukraine.)
Im H10, 11 und 13, frisch gepflanzter Kohlrabi:
Steinmehl gespritzt, zur Vorbeugung von Pilzkrankheiten und zur Eindämmung vom bereits angesessenen Mehltau und dessen Weiterverbreitung.
(Das gemeinte Substrat ist Klinospray. siehe Bericht vom 01.01.)
Steinmehl besitzt Katalysatorische Wirkung in Böden. (Macht im Boden gebundene Nähr- und Mineralstoffe der Pflanze verfügbar. -Macht sie wasserlöslich. Hoher Ionenanteil.)
Nüssliernte H19:
12 Personen, 8,5h -> 570kg Netto Nüsslisalat geerntet.
Mit dem Trocknen verhält es sich so: Luft kann, wie du selbst geschrieben hast, mehr Wasser aufnehmen, wenn sie wärmer ist.
Die relative Luftfeuchte ist ein Maß dafür, wieviel Wasser in der Luft enthalten ist im Verhältnis zu dem maximalen Aufnahmevermögen.
In Wikipedia siehst du, wieviel Wasserdampf in Luft bei einer bestimmten Temperatur enthalten sein kann:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Feuchte_Luft.png
Zitat: Bei atmosphärischem Normaldruck von 1013,25 hPa kann ein Kubikmeter Luft bei zehn Grad Celsius maximal 9,41 Gramm Wasser aufnehmen. Die gleiche Luftmenge nimmt bei 30 Grad Celsius jedoch bis zu 30,38 Gramm Wasser auf.
Wenn du kalte, sehr feuchte Luft (100% relative Luftfeuchte, mehr Wasser aufnehmen geht nicht) von 10 ° C auf 30 ° C erwärmst bleibt der Wasserinhalt der Luft erst einmal gleich. Sie enthält dann immer noch ca 9 g Wasser pro Kubikmeter, kann dann aber noch viel mehr aufnehmen, nämlich ca 30g pro m³ und ist dadurch nur noch 30% gesättigt, also trocken.
Deshalb haben wir im Winter in unseren per Zentralheizung geheizten Räumen eher zu trockene Luft: die draußen noch feuchte kalte Luft wird erwärmt und enthält dann bei Raumtemperatur viel weniger Wasser, als sie aufnehmen könnte.
Umgekehrt im Sommer: wenn warme Luft mittlerer Feuchtigkeit in einen kalten Keller strömt enthält sie mehr Wasser, als bei dieser Temperatur dann überhaupt möglich ist. Das Wasser kondensiert deshalb im Keller und dieser wird feucht.