Werbeslogan Konventioneller Düngemittel: “Der Pflanze ins Maul düngen.”
Der grosse Unterschied zwischen konventionellen und Biodüngern ist: Im Bioanbau wird organischer Dünger ausgepracht das dem Edaphon als Nahrung dient. Die Ausscheidungen dessen sind wasserlöslich und machen den Dünger an sich erst Pflanzenverfügbar.
Als Edaphon (von griechisch edaphos – Erdboden) bezeichnet man die Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen (Bodenorganismen, Bodenmikroorganismen). Im Gegensatz dazu bedeutet das zugehörige Adjektiv edaphisch „den Boden betreffend“ bzw. “auf den Boden und dessen ökologisch wirksamen Faktoren bezogen”.
Unterteilung nach Größe der tierischen Lebensform:
* Mikrofauna (< 0,2 mm): Amöben, Ciliaten, Fadenwürmer
* Mesofauna (< 2 mm): Milben, Springschwänze
* Makrofauna (< 20 mm): Asseln, Spinnen, Regenwürmer, Käfer und andere Insekten
* Megafauna (> 20 mm): Wirbeltiere wie Maulwürfe, Wühlmäuse und Spitzmäuse
Die Mikrofauna übernimmt die Funktion der Mineralisierung und Förderung mikrobieller (also durch Mikroben verursachte-) Aktivität. Die Mesofauna sorgt für kleinräumige Bioturbation (Durchwühlen und Durchmischen /Turbation von Böden oder Sedimenten durch Lebewesen), Streufragmentierung, Förderung mikrobieller Aktivität und Bioakkumulation (Anreicherung einer Substanz in einem Organismus durch Aufnahme aus dem umgebenden Medium oder über die Nahrung). Makro- und Megafauna sorgen für großräumige Bioturbation, Streufragmentierung, Aggregatsbildung und ebenfalls Förderung mikrobieller Aktivität.
Unterteilung nach Art der tierischen Lebensform:
* Bodenhafter
* Bodenschwimmer
* Bodenkriecher
* Bodenwühler
Zusammensetzung Edaphon

Folgende Werte sind nur Näherungen:
* 40% Bakterien, insbesondere Actinomyceten
* 40% Algen und Pilze
* 12% Regenwürmer
* 5% übrige Makrofauna: Polychaeten, Gastropoda, Arachnida, …
* 3% übrige Mikrofauna: Nematoden, Milben, Collembolen, …
(Quelle: Wikipedia.org)
Das Düngenwollen in kälteperioden kann Problematisch sein, da das Edaphon/Bodenleben bei Temperaturen unter 8°C nicht sehr aktiv ist. Mikrobielle Aktivität ist Notwendig.
Bei konventionellen, sogenannten “direkten” Dungüngen ist dies kein Problem. Die Lösung kann direkt und sofort von der Pflanze aufgenommen werden.
Konventionell angebauter Salat kann deshalb z.B. im Winter bis zu einer Woche früher geerntet werden. Bei gleichem Saattermin und Standort. Das ist eben dadurch möglich, weil Sie Dünger einsetzen, die von der Pflanze sofort aufgenommen werden kann.
Den Boden mittels Heizen zu erwärmen ist kaum befriedigend möglich. Ich kann die Heizungen während eines Bewölkten Tages auf höchstleistung einstellen und das Gewächshaus auf bis zu 10grad erwärmen, während draussen Frosttemperaturen herrschen. Den Boden lässt das jedoch kalt. Sonnenlicht vermag Erde rasch zu erwärmen. Es ist auf mehr (KiloWatt) Lichteinstrahlung zu hoffen.
Im kalten Winter, wenn Dauerfrost herrscht, sollte man die Gewächshäuser möglichst geschlossen halten. Ansonsten dürfte man durch die Heizkosten mit einer saftigen Rechnung rechnen. (Momentan, stand 07.01., verbrauch von 3000Liter Öl/Tag für alle Häuser, ca. 510 Aren)
Dadurch ist widerum dem Luft/Gashaushalt im Haus sorge zu tragen. Wir pumpen am frühen morgen CO² in die Häuser.
CO² ist für die Pflanze das, was für uns in etwa O² (Sauerstoff) ist. Es ergeht uns ähnlich, wenn uns die Luft weg bleibt. Es wird uns dann das energetische gleichgewicht entzogen, das Pulsieren schwächelt und wir fühlen uns betäubt, lethargisch. (In unserem Fall ist das manchmal gar nicht so “unerwünscht”. Wenn uns das Leben unangenehm ist, drosseln wir unseren Atem. Unbewusst. So gelangt weniger Sauerstoff ins Blut und die Wahrnehmungsfähigkeit verliert ihre Wucht und Kraft, was die unerträgliche Situation “erträglicher” macht. Das ist mit Rückzug, Kontraktion und Angst in eins zu setzen. Nichts schönes. Nichts Genussvolles. Das Gegenteil von Lust. In breiten Kreisen auch “Depression” genannt.) Pflanzen wird bei fehlendem CO² ebenfalls deren Stoffwechsel eingeschränkt. Das Wachstum stockt. Ein weit offenes Tor für Krankheiten und Schädlinge.
Bothritis zum Beispiel. (Fäulnispilz / Krankheit, beim Nüssli auftretend im späteren Winter. Sehr lästig bei der Ernte. Es faulen nicht nur äussere Blätter, die man wegzupfen müsste, sondern der Salat beginnt auch gern im innern zu faulen. Das macht das Putzen mühsam.)
-Heizkosten 7.01….
kleine Korrektur: unsere ges. GH-Fläche ist 456.4 Are. Am Mittw.7.01. hatten wir nachts eine Aussentemperatur von -7°C u. tagsüber eine max. Temp. von -4°C. Die 3000 l Heizöl wurden in 24 h in thermische Energie umgewandelt.